In unserer neuen Rubrik „Stories“ präsentieren wir Menschen, Erfahrungen und Geschichten rund um die Marke deepzone. Zum Auftakt haben wir mit unserem Gründer Jörg Pintaske gesprochen, der Vision und Wissenschaft von deepzone vorantreibt. Das Ergebnis ist ein ausführliches Interview, dessen ersten Teil wir heute veröffentlichen. Darin spricht Mitgründer Lukas mit Jörg über seinen persönlichen Background, seine Motivation – und warum er mentale Leistungsfähigkeit als tägliche Herausforderung sieht.

Lukas: Jörg, du bist Initiator von deepzone. Wer bist du eigentlich abseits des Projekts?

Jörg: Ich bin 45 Jahre alt, Vater von zwei Töchtern und lebe bei Karlsruhe. Nebenbei habe ich eine inoffizielle Karriere als semi-professioneller Katzensitter gestartet. Ich bin ein klarer Frühaufsteher: Kaffee mit Hafermilch geht immer, Matcha Latte habe ich drei Chancen gegeben – keine hat gezündet.

Meine Schwächen? Vegane Gummibärchen wegen der Konsistenz, Schokoreis und italienische Rotweine. Fahrräder finde ich spannender als Autos, und der Mittagsschlaf ist für mich die genialste Erfindung der Biologie. Mein roter Faden dabei: Simplicity is the ultimate sophistication.

Lukas: Dein Background ist ziemlich vielfältig. Was steckt dahinter?

Jörg: Mein wissenschaftlicher Hintergrund ist breit und interdisziplinär. Ich habe mehrere Studienabschlüsse in Naturwissenschaften und Wirtschaft, inklusive Promotion, und mich immer gern an den Grenzflächen verschiedener Fachrichtungen bewegt – weil dort für mich die größten Chancen für Innovation liegen. Das ist auch notwendig, um ein so komplexes System wie das menschliche Gehirn zu verstehen. Keine einzelne Disziplin kann beanspruchen, die Antworten allein zu liefern.

Deshalb habe ich mich nicht nur mit Medizin, Neurowissenschaften und Psychologie beschäftigt, sondern auch mit Quantenphysik und Biochemie. Genauso spannend finde ich die Wissenschaft, wie Märkte, Unternehmen und Geschäftsmodelle funktionieren. Dieses breite Verständnis ist für mich kein Widerspruch, sondern ein Antrieb: Mir macht es Spaß und gibt mir Kraft, Unternehmen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Innovation zu entwickeln – so auch mit deepzone.

Lukas: Welche Rolle spielt Sport in deinem Leben?

Jörg: Sport ist für mich weit mehr als Bewegung. Er ist ein Spiegel, in dem ich mich selbst immer wieder neu kennenlerne – mit meinen Stärken, meinen Grenzen und auch meinen Schwächen. Oft ist er aber auch einfach die Möglichkeit, den Kopf frei zu bekommen und Dampf abzulassen. Sport gibt mir Energie, Struktur und das Gefühl, wirklich lebendig zu sein.

Lukas: Das zentrale Thema von deepzone ist die mentale Leistungsfähigkeit. Wie hast du sie selbst erlebt?

Jörg: Für mich zeigt sich mentale Leistungsfähigkeit nicht nur in Extremsituationen, sondern im Alltag: Familie, Job, Partnerschaft, Sport – all das gleichzeitig auszubalancieren fordert den Kopf jeden Tag. Nicht nur als Unternehmer stehe ich oft vor Entscheidungen ohne klare Vorhersage, manchmal liege ich dabei auch daneben. Aber genau diese Grenzen zeigen mir Felder für Wachstum auf. Ich merke, dass ich besser funktioniere, wenn ich auf meine Balance achte – vor allem auf guten Schlaf – und wenn ich meinen Fokus bewusst trainiere.

Lukas: Und was motiviert dich, wenn es mal nicht rund läuft?

Jörg: Die Gewissheit, dass auch schlechte Tage vorbeigehen. Ich zwinge dann nichts, sondern suche bewusst nach etwas, das mir Energie gibt – Bewegung, Ablenkung, oder einfach Schlaf. Für mich ist Schlaf der beste Reset für Körper und Kopf.

Lukas: Zum Abschluss des persönlichen Teils noch eine Musik-Frage: Welche drei Lieder dürfen auf keiner Lauf-Playlist fehlen?

Jörg: Jetzt werde ich etwas nerdig: Wenn ich ernsthaft auf etwas trainiere, lasse ich die Playlist lieber weg. Musik kann zwar ablenken oder motivieren – bei langen, eintönigen Läufen oder harten Intervallen ist das hilfreich. Aber sie nimmt uns auch den Fokus. Viele Profis unterschätzen, wie wichtig es ist, die Qualität der ungeschönten Trainingserfahrung auszuhalten. Das härteste mentale Training ist, mehrere Stunden locker auf der Rolle zu fahren – ohne Musik, ohne Video, einfach nur mit dem Blick auf die Wand. Da stößt man unglaublich schnell an mentale Grenzen, und genau das schult den Kopf.

Wenn ich aber doch beim Sport mal Musik höre, dann dürfen diese drei Stücke aktuell nicht fehlen: Losing My Religion von R.E.M., Creep von Radiohead und der Sound of Silence Remix von Disturbed.

Neugierig, wie es weitergeht?

Im zweiten Teil des Interviews sprechen Lukas und Jörg über die Entstehung von deepzone, den Weg von der Idee zum Produkt – und wie moderne Wissenschaft und Technologie helfen können, mentale Stärke systematisch zu trainieren.

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